Jede eingehende E-Mail wird automatisch untersucht und von einem Spamfilter nach definierten Kriterien bewertet. Das Ergebnis dieser Bewertung ist eine Punktzahl, die die Wahrscheinlichkeit angibt, ob es sich bei der E-Mail um Spam handelt. Die Punkzahl wird anschließend in die Kopfzeilen der E-Mail eingetragen. Du kannst dadurch per Filter die Angaben in den Kopfzeilen auslesen und deinem Mailprogramm mitteilen, was es mit der E-Mail anstellen soll.

E-Mails mit einer sehr hohen Punktzahl werden vom Mailserver geblockt, so dass sie erst gar nicht in dein Postfach zugestellt werden.

Vorfilterung

Unser Mailserver nutzt so genannte DNS-based_Blackhole_List. Das sind schwarze Listen, die IP-Adressen von spammenden Mailservern enthalten. Stellt ein Mailserver eine Verbindung zu unserem Mailserver her, prüfen wir automatisiert, ob die IP-Adresse des einsendenden Mailservers auf einer dieser Listen eingetragen ist. Sollte dies der Fall sein, nimmt unser Mailserver die E-Mail erst gar nicht an.

Dies hat Vor- und Nachteile: Durch die Listen blocken wir einen Großteil des Spams frühzeitig ab. Allerdings ist es auch möglich, dass Mailserver zu Unrecht auf einer schwarzen Listen landen und wir dadurch legitime E-Mails abweisen.

Spam-Filterung auf systemausfall.org

Du kannst für deinen systemausfall.org-Mailaccount die Verschiebung von als Spam erkannten E-Mails aktivieren. Melde dich dazu in der Webmail-Software deiner Wahl an und bearbeite dort die Filterregeln für eingehende Mails.

In diesem Fall werden Spam-verdächtige Mails in ein separates Unterverzeichnis deines Mail-Accounts verschoben, so dass sie gar nicht erst in deiner Inbox auftauchen.

Auch wenn der Spam-Filter von systemausfall.org sehr zuverlässig arbeitet, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Spam-Mails unerkannt bleiben oder sogar, dass erwünschte Mails als Spam markiert werden. Du solltest also gelegentlich schauen, ob alle als Spam identifizierten Mails wirklich unerwünscht sind.

Spamanalyse

Der Mailheader von als Spam markierten E-Mails wird um einige Zeilen erweitert, die z.B. so aussehen:

X-Spamd-Bar: +++++++
X-Spam-Level: *******
X-Spam-Status: Yes, score=7.40
X-Spam-Status: Yes

Du kannst diese Kopfzeilen nutzen, um deinen Filter entsprechend einzustellen.

Vermeidung von Spam

Spammails sind ein Übel, dessen Lösung viel weitere Kreise ziehen muss, als ein gut konfigurierter Spamfilter. Nach Schätzungen zählen heute mehr als 80% der weltweit verschickten Mails als Spam. Spam verursacht Kosten und solange gut zahlende Kunden nicht muckieren, freuen sich Anbieter von Übertragunswegen über den zusätzlich entstandenen Traffic. Auf eine grundsätzliche Lösung hoffen bringt hier wenig. Nichtzuletzt gibt es keine allgemeingültige Regel, ab wann eine Mail als Spam zu bezeichnen ist. Aber es gibt ein paar Dinge, die du konkret tun kannst um den Spammern die Arbeit zu erschweren und damit weniger lukrativ zu gestalten.

Versende keinen Spam

Dieser Tipp klingt zuerst vielleicht blöd. Aber Spam wird in der Regel über sog. Botnetze verschickt. Botnetze sind zigtausende von gehackten (meist Windows) Rechnern. die im Hintergrund und außerhalb deiner Kontrolle Spammails versenden. Im schlimmsten Fall merkst du gar nicht, dass der Rechner an dem du sitzt, selbst als Spamschleuder agiert. Sichere deinen Rechner deswegen so gut es geht ab!

Veröffentliche deine Email-Adresse nicht

Die Veröffentlichung deiner Email-Adresse auf einer Webseite ist wahrscheinlich der schnellste Weg, einen kontinuierlichen Spam-Fluss in Richtung deines Postfachs zu erzeugen. Maskiere deine Email-Adresse (z.B. "ursula /at/ example.org") oder bette sie in den Textfluss ein ("ursula bei example.org"), auf dass Menschen sie lesen können, Software dagegen darüber hinweggehen wird.

Gib deine Email-Adresse nicht an Organisationen, denen du nicht vertraust

Lies die Datenschutzerklärungen von Diensten und verwende gegenüber nicht-vertrauenswürdigen Datenaufbewahrern nicht deine private Email-Adresse. Für viele Zwecke genügen auch Wegwerf-Adressen, wie beispielsweise trash-mail.com.

Leider gehört der Verkauf von Adressdaten zum Geschäftskonzept vieler Anbieter im Internet. In anderen Fällen manchmal gehen die Leute auch einfach nur nicht sorgfältig genug mit deinen Daten um, auf dass sie ungewollt in die Hände Dritter fallen.

Antworte nie auf Spam

Egal wie verlockend es sein mag, sich gegenüber Spam-Versendern zu beschweren oder anderweitig zu reagieren: jede Reaktion eines menschlichen Wesens (also nicht maschinell erzeugter Text) erhöht den geschätzten Wert deiner Mail-Adresse aus Sicht des Spammers gewaltig. Nun kann er sicher sein, dass seine Mails an diese Adresse tatsächlich von einem Menschen wahrgenommen werden.

Bildung

Hilf deiner Umgebung beim Umgang (und der Nicht-Beachtung) von Spam. Insbesondere Neueinsteiger in der Mail-Kommunikation sind verwirrt von diesem Phänomen, das in anderen Kommunikationssituationen eher unbekannt ist.

Email/Spamfilter (last edited 2019-11-09 17:08:53 by anonymous)